*Sorry Arthur Schoppenhauer.
Ich habe ständig versucht zu finden, eine Beziehung
zwischen Erziehung und die aufkommende persönliche Eigenschaften. Ich habe
allerdings einmal entschlossen, dass es keine gibt. Dass, wenn nötig, kann man
auf die Merkmale der Erziehung verzichten, also übergehen. Aber daran liege ich
falsch und ich nehme mich selbst als Beispiel an. Obwohl ich effektiv die
Religion los lasse, merke ich die Wirkungen, die noch im Spiel stehen. Entweder
in meiner Sprache, Gedanken oder Verhältnis. Und das ist nur weil ich mit der
Religion erzieht wurde.
Und jetzt zur Sache, ich denke es gibt eine echte
Beziehung zwischen der Philosophie der Erziehung und der Glücklichkeit, und
zwar; Trägodie. Was wirklich merkwürdig in der Erziehung der Kinder ist das
Gepräge. Merkwürdig. Man wurde von alles herum geprägt, also die Menschen, die
Umwelt, das Medien usw. Gepräge ist ein passives Prozess und darf auch aktiv
sein. Natürlich versuchen die Eltern der Kinder an bestimmten Gesetzen oder
Gedankenweise beizubringen. D.H eine Philosophie der Erziehung gibt es. Diese
Gesetze sinken so tief im Geist dass man nicht mehr daran denkt und einfach
ihnen folgt. Wirken die Erziehung dann auf (fast) alle Verhältnisse, Stimmungen
und Gedanken, Glücklichkeit inbegriffen.
Jetzt nehme ich 2 Prämisse an. Erstens ist was über
das Gepräge gesagt wurde und zweitens die, dass das Leben eine Trägodie ist.
Wenn wir die Kinder dazu beibringen, dass das Leben eine Trägodie ist, werden
sie nie erwarten was gutes davon und dann sind sie davon geprägt, dass
sie nie was gutes erwarten sollen. Dann werden sie nicht daran denken, dann ist
es ein psychologische Zustand, die Misere des Lebens. Wenn man in der Wüste
lebt, erwartet er nicht es zu regnen aber wenn es auf einen Fall regnet, wird
man froh. Was einen Scherz gut macht ist nicht der Scherz auf sich sondern die „Punch
line“ weil es unerwartet ist.
Ich finde es wirklich aufregend und etwa komisch, dass
Trägodie und Misere ein Schlüssel zu der Glücklichkeit sein kann. Es liegt an
der Erwartungen. Es ist absolut einfach da zu sagen, hab keine Erwartungen aber
auch absolut schwer daran zu folgen. Aber wenn man schon geprägt ist, keine
Erwartungen zu haben dann wird alles klappen. Wenn das Kind an die Zwei Prämissen
erzieht wurde, wird er jede Gelegenheit annehmen um glücklich zu sein und wird
er jedes, was leben zu bieten hat, akzeptieren. Er hat effektiv seinen
Defaultwert von Glücklichkeit abgesenkt sodass jedes wird er eigentlich
glücklich machen. Und auch werden die unglückliche Ereignisse ihn nie
unglücklich machen. Warum? Weil sie zu erwarten sind. Die Punchline hat er
schon gewusst.
Aufregend und wert weiterzufolgen.
Diese Idee befindet sich schon in der stoische
Philosophie aber man natürlich philosophiert nicht als Kind sondern wenn er eine
Erwachsene ist und dann ist es schon schwer sich zu ändern. Aber auch da die
Kinder beizubringen könnte gefährlich sein. Muss man vorsichtig sein. Langweile
ist der Erzfeind dieser Philosophie. Ich glaube ganz und gar an der Trägodie
des Lebens. Deswegen wird man langweilt wenn er keine Erwartungen auf das Leben
hat. Aber ich denke, dass es die Risiko wert diese Philosophie anzunehmen.