Saturday, 2 April 2016

Die Kunst glücklich zu sein*:

*Sorry Arthur Schoppenhauer.

Ich habe ständig versucht zu finden, eine Beziehung zwischen Erziehung und die aufkommende persönliche Eigenschaften. Ich habe allerdings einmal entschlossen, dass es keine gibt. Dass, wenn nötig, kann man auf die Merkmale der Erziehung verzichten, also übergehen. Aber daran liege ich falsch und ich nehme mich selbst als Beispiel an. Obwohl ich effektiv die Religion los lasse, merke ich die Wirkungen, die noch im Spiel stehen. Entweder in meiner Sprache, Gedanken oder Verhältnis. Und das ist nur weil ich mit der Religion erzieht wurde.

Und jetzt zur Sache, ich denke es gibt eine echte Beziehung zwischen der Philosophie der Erziehung und der Glücklichkeit, und zwar; Trägodie. Was wirklich merkwürdig in der Erziehung der Kinder ist das Gepräge. Merkwürdig. Man wurde von alles herum geprägt, also die Menschen, die Umwelt, das Medien usw. Gepräge ist ein passives Prozess und darf auch aktiv sein. Natürlich versuchen die Eltern der Kinder an bestimmten Gesetzen oder Gedankenweise beizubringen. D.H eine Philosophie der Erziehung gibt es. Diese Gesetze sinken so tief im Geist dass man nicht mehr daran denkt und einfach ihnen folgt. Wirken die Erziehung dann auf (fast) alle Verhältnisse, Stimmungen und Gedanken, Glücklichkeit inbegriffen.

Jetzt nehme ich 2 Prämisse an. Erstens ist was über das Gepräge gesagt wurde und zweitens die, dass das Leben eine Trägodie ist. Wenn wir die Kinder dazu beibringen, dass das Leben eine Trägodie ist, werden sie nie erwarten was gutes davon und dann sind sie davon geprägt, dass sie nie was gutes erwarten sollen. Dann werden sie nicht daran denken, dann ist es ein psychologische Zustand, die Misere des Lebens. Wenn man in der Wüste lebt, erwartet er nicht es zu regnen aber wenn es auf einen Fall regnet, wird man froh. Was einen Scherz gut macht ist nicht der Scherz auf sich sondern die „Punch line“ weil es unerwartet ist.

Ich finde es wirklich aufregend und etwa komisch, dass Trägodie und Misere ein Schlüssel zu der Glücklichkeit sein kann. Es liegt an der Erwartungen. Es ist absolut einfach da zu sagen, hab keine Erwartungen aber auch absolut schwer daran zu folgen. Aber wenn man schon geprägt ist, keine Erwartungen zu haben dann wird alles klappen. Wenn das Kind an die Zwei Prämissen erzieht wurde, wird er jede Gelegenheit annehmen um glücklich zu sein und wird er jedes, was leben zu bieten hat, akzeptieren. Er hat effektiv seinen Defaultwert von Glücklichkeit abgesenkt sodass jedes wird er eigentlich glücklich machen. Und auch werden die unglückliche Ereignisse ihn nie unglücklich machen. Warum? Weil sie zu erwarten sind. Die Punchline hat er schon gewusst.

Aufregend und wert weiterzufolgen.

Diese Idee befindet sich schon in der stoische Philosophie aber man natürlich philosophiert nicht als Kind sondern wenn er eine Erwachsene ist und dann ist es schon schwer sich zu ändern. Aber auch da die Kinder beizubringen könnte gefährlich sein. Muss man vorsichtig sein. Langweile ist der Erzfeind dieser Philosophie. Ich glaube ganz und gar an der Trägodie des Lebens. Deswegen wird man langweilt wenn er keine Erwartungen auf das Leben hat. Aber ich denke, dass es die Risiko wert diese Philosophie anzunehmen.